Kind(eren):
Otbert I. folgte seinem Vater zu Tortona, wurde Graf, erschien als Gegner von König Berengar II. von Italien und wurde deshalb von Kaiser OTTO DEM GROSSEN gefördert und um 962 zum Pfalzgrafen von Italien ernannt. Er erhielt das Kloster Bobbio als kaiserliches Lehen und baute eine Hausmacht aus.
Otbert tritt das erste Mal in dem Augenblick der Geschichte Italiens hervor, als Berengar II. aus seinem Exil in Deutschland zurückkehrte und König Hugo die Macht entwand. So finden wir den Obbertus comes zusammen mit den anderen Anhängern Berengars II. - dem Pfalzgrafen Lanfranc und den Grafen Maginfred von Parma, Milo von Verona, Arduin von Turin und Aledram - am 13. April 945 um ihren neuen Prätendenten in Pavia versammelt. Offenbar hat er in dieser Krisenstunde geschickt verstanden, durch seine Stellungnahme in die Gunst des neuen Herrn zu gelangen, ein Führungsamt zu erhalten und in die alte (fränkische) Adelsschicht aufzusteigen. Da zwei Nennungen vom 18. Juli 948 als Fälschungen verworfen werden müssen, sieht man ihn erst am 23. Januar 951 das nächste Mal auftreten. Interventu ac petitione Odeberti marchionis atque Maginfredi comitis überließ Berengar II. als neuer König Italiens der Kirche von Modena und ihrem Bischof Wido, der Berengar das Übergewicht über König Hugo zu erringen half, verschiedene Rechte und Einkünfte aus Kastellen in der Umgebung von Modena. Bald darauf empfing er auch das Pfalzgrafenamt. Am 23. Juni 953 sprach Berengar II. jedenfalls schon interventu ac petitione Otberti marchionis comitisque palacii nostri dilecti fidelis einem gewissen Hildebrand eine Besitzbestätigung aus. Doch in den nächsten Jahren scheinen die Beziehungen zwischen Berengar und Otbert sehr erkaltet zu sein. Ein Grund dafür läßt sich nicht erkennen. Im Jahre 960 war er bereits mit Erzbischof Waltpert von Mailand, Bischof Waldo von Como und anderen zu OTTO DEM GROSSEN nach Deutschland geflüchtet und hatte dort Aufnahme gefunden. Als dann noch die reliqui pene omnis Italiae comites et episcopi OTTO brieflich und durch Boten aufgefordert hatten, ut ad se liberandos veniat, und OTTO 961 endgültig die Südpolitik aufnahm, da hatte Otbert wieder die besten Möglichkeiten vor sich. Er erhielt sofort Markgrafschaft und Pfalzgrafenamt zurück. Am 27. September 962 hält er bereits als marchio und comes palacii wieder einen Gerichtstag ab. Sein Amt verliert er nicht mehr bis zu seinem Tod ca. 975. Am 15. Oktober 975 treten dann bereits Adelbertus et Otbertus germani marchioni, filii bone memorie Oberti marchionis et comitis palatio, auf.
Über die Nachkommen Otberts I., der bei einer Schenkung von Gütern in Volpedo an das Kloster Cluny sich selbst Otbertus marchio et comes palatio, qui professo sum ex natione mea legem vivere langobardum, bezeichnete, ist vor allem die genannte Studie Gabottos zu vergleichen, in der gegen Muratori und andere ebenfalls erwiesen wird, daß zwischen dem Haus Otberts I. und den Markgrafen von Tuszien bayrischer Abkunft keine direkten Verwandtschaftsbeziehungen bestanden.
(bron: www.mittelalter-genealogie.de)