(Text bei Grabstein Schonlin (die Tochter)) Der Zuname Rheinbach erscheint sowohl in der Kopfzeile, als auch im Text. Ersteres gibt die "Zugehörigkeit" an, in der Regel also den Zunamen des Gatten. Schönchen war entweder mit einem Verwandtenverheiratet, oder sie blieb unverheiratet und trug deshalb weiterhin den Zunamen ihres Vaters Rheinbach. Der Vater, Juda, auch Seligmann der um 1553 starb war ein Sohn des bekannten Rabbiners und אב״דIsrael Rheinbach, der 1505 starb (Ho 142, ET 20.IV.1505). Juda Seligman Rheinbach war auch der Vater, der in den Quellen (z.B. ET und Ho, Rabb. S. 48) namentlich nicht bekannte, Mutter von Juspa Hahn Nördlingen, Verfasser des bekannten Werkes יוסף אומץ (ET 2.IV.1637). Ob es Schönchen war ist fraglich. Dafür spricht der Name ihres Vaters, und daß der Name des Gatten fehlt, denn Juspas Vater, Seligman Nördlingen starb um 1623. Dagegen spricht die Kopfzeile der Inschrift, die dann Schönchen Hahn, oder Schönchen Nördlingen hätte lauten müssen(?) und das Nördlingen seine Gattin um 48 Jahre überlebt hat.
Vielleicht war Schönchen mit der Familie Grotwol verwandt. Drei Angehörige dieser Familie sind in ihrer Nähe begraben: Fogel, die 1550 starb (Nr. ffb-0500, Ho 198, ET 19.IV.1550), Jaakow, der 1599 starb (Nr. ffb-0519, Ho 361, ET 12.VIII.1599) und Schmuel, der 1571 starb (Nr. ffb-0501, Ho 237, ET 13.X.1571). Letzterer war mit einer Schönchen verheiratet, über die sonst nichts bekannt ist und die mit "unsere" Schönchen möglicherweise identisch, zumal ET ihr Todesjahr um 1575 vermutet.
Die Inschrift ist nicht bei Ho was dazu führte, daß Schönchen ET unbekannt blieb. ET hätte sie sonst unter den Kindern von Seligman Rheinbach aufgeführt.
Zl 1: Rheinbach ist eine Kleinstadt bei Euskirchen.
Zln 2-4a: vgl. Jes 22,16, dort ein Grab ausgehauen. Zeilenübergreifendes Wort in Zln 3/4.
Zl 7: vgl. Num 1,17; dieser Ausdruck ist nicht häufig auf Grabinschriften und mag ein Hinweis auf die Schönheit von Schönchen sein. Vgl. mit der Inschrift von 1697 für eine Schönchen (!) in Bonn (B-B, .... C2, 105), deren Gatte, der Kurkölnische Fürsprecher, Meir Schiff KaZ aus Frankfurt stammte. Beide Frauen starben vermutlich in jungen Jahren. Der letzte Buchstabe, kleiner gehalten, ist auf dem Rahmen.
Abkürzung kleine Dreiecke (Keile?); Satztrenner: halbhoch gesetzter Punkt.
(1) Hij is getrouwd met Endlin bt.Shimon ?,-e.Seligman Rheinbach.
Zij zijn getrouwd.
Kind(eren):
(2) Hij is getrouwd met Sara b.Meir Worms (z.Buchsbaum)-e.Rheinbach.
Zij zijn getrouwd rond 1551.
Zeligman z. Hirsch, dann z. grünen Schild, um1553.
Bmkg: Sara, s.2.Frau,steht MD.grun.Schild mit mehren Quellen noch bis Be.1570. Sicher . . . . . To.d.Majer Worms z.rt.Rose =22.VII.1556 (1540)
Kind(eren):
grootouders
ouders
broers/zussen
kinderen
Seligman b.Israel Rheinbach z.Hirsch, z.gruenen Schild | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
(1) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Endlin bt.Shimon ?,-e.Seligman Rheinbach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
(2) ± 1551 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sara b.Meir Worms (z.Buchsbaum)-e.Rheinbach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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