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Den Namen Chrocus (sehr häufig auch: Crocus) trugen zwei alamannische Fürsten im 3. und 4. Jahrhundert.
Der erste bekannte Crocus war ein Anführer der Alamannen, welche um 259 den Limes überwanden. Crocus soll bis Clermont vorgedrungen sein, wo er den Tempel des Vasso Galate plünderte. Bei Arles wurde er gefangengesetzt und hingerichtet. Er wird von dem Bischof und Geschichtsschreiber Gregor von Tours erwähnt. Da sich Gregor auf teils gute Quellen stützte (siehe auch Sulpicius Alexander und Renatus Profuturus Frigeridus), wird an der Existenz dieses Alamannenfürsten in der Regel auch nichtgezweifelt.
Ein zweiter Alamanne namens Crocus wird im Jahr 306 erwähnt und soll in York in Britannien bei der Erhebung Konstantins zum Kaiser nicht unerheblich beteiligt gewesen sein. Dieser Crocus hatte zuvor wohl die Königswürde bekleidet, diese aber zugunsten eines römischen Truppenkommandos aufgegeben. Möglicherweise sollte mit dem Hinweis der Beteiligung eines „Barbaren“ an der Kaisererhebung Konstantins dieser aber auch, wenngleich indirekt, kritisiert werden.
Die Erwähnung eines Crocus in der Fredegarchronik (II 60) ist als unhistorisch anzusehen.
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