"Er war großherzoglich badischer Staatsminister, Appelationsgericht-Präsident und Regierungs-Vicepräsident zu Freiburg."
Conrad von Andlau, der Sohn der Begründerin der Arlesheimer Eremitage Balbina von Andlau geb. von Staal und Bubendorf und dessen Gemahl Franz Carl von Andlau, wurde am 23. Dezember 1766 in Arlesheim geboren. Die französische Revolution und der Einmarsch der französischen Truppen in das Gebiet der Eidgenossenschaft hatten zur Folge, dass Conrad von Andlau als designierter Obervogt des Birsecks zunächst nach Biel (1792) und nach Olten (1793) und 1794 nach Freiburg im Breisgau floh, von wo aus er seine politische Karriere weiterverfolgte (mehr dazu im Historischen Lexikon der Schweiz, Artikel über Conrad von Andlau). 1798 heiratete er Maria Sophia Freiin von Schakmin.
Gedenksteine an der Aussenwand der reformierten (ehemals katholischen) Kirche Hugstetten: 1. Marie Josephine Colette Freifrau von Mentzingen, 2. wegen Verwitterung unlesbar, 3. Hermann Freiherr von Mentzingen, 4. Maria Anna Balbina Freyin von Andlau, 5. Conrad Freiherr von Andlau und Sophia Freyin von Schakmin (von links nach rechts).
23.12.1766 Arlesheim, 25.10.1839 Freiburg i.Br., kath., 1815 Ehrenbürger von Pruntrut. Sohn des Franz Carl ( -> 2). 8 Maria Sophia, Freiin von Schakmin. A. trat 1780 in das fürstbischöfl. Regiment von Eptingen ein, in dem er 1786 zum Unterleutnant befördert wurde. Nach dem Rechtsstud. in Würzburg wurde er 1788 Hofratsassessor in Pruntrut. In der Ständeversammlung des Fürstbistums Basel vertrat er 1791 den landsässigen Adel. 1792 floh er als designierter Obervogt des Birsecks nach Biel (BE), 1793 nach Olten und 1794 nach Freiburg i.Br. Hier wurde er bald vorderösterr. Regierungsrat, 1802 Administrator des Breisgaus und der Ortenau, nach dem Übergang an das Grossherzogtum Baden (1805) Regierungspräs. in Freiburg i.Br. und 1807 Hofrichter. 1809 und 1810 vertrat er als ausserordentl. Gesandter das Grossherzogtum in Paris. 1810-13 war er bad. Innenminister. Zum Familienbesitz im nunmehr franz. Birseck hatte A. ab 1801 weitere Güter (u.a. Schloss Birseck) hinzuerworben. Zusammen mit Domherr Johann Heinrich von Ligerz richtete er 1810-12 den Engl. Garten und den Andlauerhof in Arlesheim wieder her. Auf Betreiben des Fürsten Metternich, seines Vetters, ernannte ihn 1814 der österr. Ks. Franz I. zum alliierten Generalgouverneur der Freigrafschaft Burgund, des Dep. Vogesen und des sog. Fürstentums Pruntrut mit Sitz in Vesoul (F). Nach dem Frieden von Paris (1814) beschränkte sich das Generalgouvernement auf das ehem. Fürstbistum Basel. A. versuchte mit seinem Schwager Ursann Konrad Joseph von Billieux erfolglos, einen eigenen Kt. unter seiner Führung zu bilden, und setzte sich damit in Gegensatz zu den Alliierten, zur eidg. Tagsatzung und zum Kt. Bern. Seine Verwaltung war belastet durch die von den Siegern dem Land auferlegten Requisitionen. Am 20.8.1815 musste er es nach dem Wiener Kongress dem eidg. Kommissär Hans Conrad Escher übergeben. 1815 kehrte A. nach Freiburg i.Br. zurück; er war 1815-17 mit der Schuldenliquidation zwischen den Alliierten und der Schweiz beschäftigt und 1817-33 wieder bad. Hofrichter.
Er ist verheiratet mit Maria Sophia Helena Walburga Crescentia von Schackmin.
Sie haben geheiratet im Jahr 1798, er war 31 Jahre alt.Quelle 4
Großeltern
Eltern
Geschwister
Kinder
Konrad Karl Friedrich von Andlau-Birseck | ||||||||||||||||||
1798 | ||||||||||||||||||
"Les Lorrains et l' Empire" van Alain Petiot; Historisches und genealogisches Adelsbuch des Grossherzogthums Baden: Nach ... van Friedrich Cast; http://wandererarlesheim.twoday.net/topics/Hugstetten/; http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16455.php; Geneanet (Jean Hervé Favre)
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16455.php; http://wandererarlesheim.twoday.net/topics/Hugstetten/; Historisches und genealogisches Adelsbuch des Grossherzogthums Baden: Nach ... van Friedrich Cast
Historisches und genealogisches Adelsbuch des Grossherzogthums Baden: Nach ... van Friedrich Cast; http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16455.php; Geneanet (Jean Hervé Favre)
"Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins"